Generalversammlung ohne Debatte über Sterbefasten

Für die EXIT-Generalversammlung von diesem Wochenende war eine Diskussion über Sterbefasten traktandiert. Das Mitglied, das den Antrag gestellt hatte, zog diesen jedoch noch vor der Debatte zurück.

Hunderte EXIT-Mitglieder sind am Samstag ins Hotel «Marriott» in Zürich geströmt. Neben den üblichen Vereinsgeschäften und Ersatzwahlen interessierte sie eine Diskussion über das selbstbestimmte Sterben mittels Verzicht auf Essen und Trinken, das so genannte Sterbefasten. Ein Mitglied hatte nämlich den Antrag gestellt, dass EXIT mehr zu diesem Thema informieren und beraten solle.

Doch zur Diskussion kam es nicht.

Noch bevor EXIT-Präsidentin Saskia Frei diese eröffnen konnte, stellte das betreffende Mitglied einen Ordnungsantrag, das Sterbefasten-Traktandum sei um ein Jahr zu verschieben und sein Antrag sei den Mitgliedern in vollem Wortlaut im Mitgliedermagazin mitzuteilen. Die Versammlung lehnte diesen Ordnungsantrag sehr deutlich ab. Darauf zog das Mitglied auch seinen ursprünglichen Antrag zurück, sodass es zu keiner Debatte über das Sterbefasten kam.

Die Generalversammlung wählte ohne Gegenstimmen die Ärztin und amtierende Vorständin Freitodbegleitung Marion Schafroth zur Vizepräsidentin und den Kommunikationsfachmann Jürg Wiler neu als Vorstand Kommunikation.