Beratung und Begleitung bei Sterbewunsch

EXIT hört Sterbewilligen grundsätzlich unvoreingenommen zu. Ihr Selbstbestimmungsrecht steht für EXIT an erster Stelle.

Wer mit einem Sterbewunsch an EXIT herantritt, wird über ihm zur Verfügung stehende Alternativen zum Freitod informiert (insbesondere Palliative Care).

Im Fall einer schweren Krebserkrankung sind dies beispielsweise die schmerzlindernden und sedierenden Behandlungen der Schul- oder Palliativmedizin. Im Fall chronischer Leiden sind das weitere Therapiemöglichkeiten, Schmerzbehandlungen, psychologische Hilfe oder die Alternativmedizin.

Elisabeth Schnell über ihre EXIT-Mitgliedschaft.

Prävention

Die EXIT-Beratung hat eine ausgesprochen suizidpräventive Wirkung. Allein die Tatsache, dass ihnen jemand zuhört und Verständnis zeigt, lässt die Ratsuchenden oft wieder Mut schöpfen. So kann die Beratung in vielen Fällen verhindern, dass Menschen sich einsam und gewalttätig das Leben nehmen. Die Gewissheit, im Notfall innert nützlicher Frist einen Ausweg zu haben, führt ausserdem dazu, dass etwa ein Drittel der Personen, die eine Freitodbegleitung vorbereiten, ihr Leiden bis zum natürlichen Tod ertragen können.

Hinter jeder Freitodbegleitung steht eine individuelle Geschichte, die einem auch anvertraut wird. Die Auseinandersetzung mit dem Sterben heisst auch – gerade durch die Begegnungen mit Mitgliedern – ganz nah am Leben zu sein. Das veranlasst mich immer wieder aufs Neue, mich einzulassen.

Renate Bonetti, Administratorin Freitodbegleitung

Porträt von Renate Bonetti

Nehmen Sie Kontakt auf

Für persönliche Beratungstermine in Zürich, Bern oder Basel kontaktieren Sie bitte die Geschäftsstelle in Zürich per Telefon +41 43 343 38 38.

Häufig gestellte Fragen und Antworten zum Thema Freitodbegleitung finden sie in unserem FAQ Bereich.