Geld für Sterbehilfe-Kritikerin

Eine sterbehilfe-kritische Journalistin, die als Doktorandin mit dem umstrittenen Forschungsprogramm NFP67 «Lebensende» verbandelt ist, erhält von einer sterbehilfe-kritischen Privatorganisation Forschungsgeld.

Die sterbehilfe-kritische «Schweiz. Akademie der mediz. Wissenschaften» SAMW unterstützt die sterbehilfe-kritische «NZZ am Sonntag»-Journalistin Nina Streeck mit einem Forschungsbatzen von knapp 40 000 Franken, damit diese herausfinde, ob «gesellschaftlicher Druck» auf Sterbenden laste oder ob sie wirklich «authentisch» sich selbst seien. Dies geht aus dem druckfrischen SAMW-«Bulletin» hervor.

Die aus Deutschland stammende, studierte Theologin Nina Streeck forscht neben dem Journalistinnen-Job als Doktorandin am Institut für Biomedizinische Ethik der Universität Zürich.

In der NZZaS schreibt sie Sätze wie: «Geht es nach der Suizidhilfe-Organisation Exit, sollen Hochbetagte leichter an Sterbemittel kommen. Dabei schwingt mit, dass ein sinnvolles Leben nur führe, wer für sich selbst sorgen kann. Dieser falschen Vorstellung sollten wir entgegentreten.» Oder: «Viele unheilbar kranke Menschen sehnen den Tod herbei. Dahinter verbergen sich vielfältige und häufig widersprüchliche Anliegen.» Oder: «Der Tod macht Angst. Doch dank der modernen Palliativmedizin braucht heute keiner ein qualvolles Sterben zu befürchten.» Oder auch: «Die Sterbehelfer von Exit werben mit dem Schlagwort Selbstbestimmung um Mitglieder. Das ist irreführend.»

Als Kritik am Forschungsprogramm NFP67 aufgekommen ist, das voreingenommen ist gegen die Patientenselbstbestimmung und die Sterbehilfe, hat Nina Streeck in der NZZaS vornehm geschwiegen. Jetzt ist klar weshalb: Laut Website der Uni Zürich ist sie beteiligt am NFP67-Projekt «The wish to die in persons with serious illness» der deutschen Hospiz-im-Park-Ärztin Heike Gudat (und anderen).