Bischof gegen Patientenselbstbestimmung

Der Churer Bischof Vitus Huonder hat nach 20 Jahren Internetzeitalter die digitale Kommunikation entdeckt.

Das neu einmal im Monat erscheinende elektronische Infoblatt richtet sich an Gläubige und will aktuelle Fragen aufgreifen. Und welches Thema brennt dem Bischof so sehr unter den Nägeln, das er es für den ersten Newsletter auserkoren hat? Die Sterbehilfe. Dazu hält er fest: «Es steht ausser Frage, dass die Selbsttötung mit dem christlichen Glauben nicht in Einklang zu bringen ist.» Laut der katholischen Lehre seien der Suizid und die freiwillige Beihilfe dazu ein schwerer Verstoss gegen die «rechte Liebe zu Gott», zu sich selbst und zum Nächsten. So "innovativ" sich der Bischof in Sachen Kommunikation gibt, so altbacken mutet auch der Inhalt seiner monatlichen Reflexion an.